Epinephrin (Eurneffy) – Markteinführung
AVP
138Arzneiverordnung in der Praxis Band 52 Heft 2 September 2025
„Neue Arzneimittel“ ist eine Information der AkdÄ zu neu zugelassenen Arzneimitteln oder neu zugelassenen Indikationen
bei Markteinführung und zu Arzneimitteln nach der frühen Nutzenbewertung durch den G-BA (§ 35a Absatz 1 SGB V). Ziel
ist es, Ärztinnen und Ärzten zeitnah unabhängige und transparente Informationen zu diesen Arzneimitteln zur Verfügung zu
stellen. Weitere Informationen dazu: https://www.akdae.de/arzneimitteltherapie/na.
Zugelassene Indikation und Wirkmechanismus
Epinephrin (Adrenalin) zur intranasalen Gabe ist indiziert zur Notfallbehandlung bei aller-
gischen Reaktionen (Anaphylaxie) aufgrund von Insektenstichen oder -bissen, Lebensmit-
teln, Arzneimitteln und anderen Allergenen sowie bei idiopathischer oder belastungsbe-
dingter Anaphylaxie.
Epinephrin ist ein nicht selektiver Agonist an α- und β-Adrenorezeptoren. Dadurch ver-
mindert es die Histamin-induzierte Vasodilatation und Gefäßpermeabilität, die während
der Anaphylaxie auftritt. Des Weiteren wirkt Epinephrin dem anaphylaxiebedingten Blut-
druckabfall durch eine Erhöhung von Herzfrequenz und Schlagvolumen entgegen. Epine-
phrin führt zudem zur Entspannung der glatten Bronchialmuskulatur und lindert auch
Pruritus, Urtikaria und Angioödeme bei Anaphylaxie.
Markteinführung
Epinephrin zur intranasalen Gabe wurde im August 2024 in der EU zugelassen und im
Mai 2025 in Deutschland eingeführt.
Bewertung
Erstmalig ist nun Epinephrin (Adrenalin) als Nasenspray zur Notfallbehandlung bei
Ana phylaxie zugelassen. Die Behandlung ist bei Erwachsenen und Kindern mit einem
Körpergewicht (KG) ≥ 30 kg angezeigt. Die empfohlene Anfangsdosis ist eine einmalige
nasale Gabe von 2 mg, beim Einführen des Nasensprays ist auf die korrekte Richtung
und Tiefe zu achten (vgl. Schulungsmaterial). Wenn nach etwa zehn Minuten keine kli-
nische Besserung eingetreten ist oder wenn nach der anfänglichen Behandlung eine
Verschlechterung eintritt oder die Symptome erneut auftreten, sollte eine zweite Dosis in
dasselbe Nasenloch gegeben werden. Gleichzeitig ist medizinische Notfallhilfe zu holen.
In den klinischen Studien wurden pharmakokinetische und pharmakodynamische Pa-
ra meter erhoben. Im Vergleich zum Epinephrin-Autoinjektor scheint das Nasenspray
lang samer anzufluten und niedrigere C
max
-Werte (maximale Plasmakonzentration) zu
erreichen, wenn auch die Gesamtexposition nach 60 Minuten vergleichbar oder sogar
höher war. Erst nach zweimaliger Gabe innerhalb von 10 Minuten werden höhere C
max
-
Werte als bei Verabreichung mittels Autoinjektor erreicht. Ob dies in einer Notfallsitu a-
tion bei Anaphylaxie relevant sein könnte, lässt sich derzeit nicht abschließend bewer-
ten. Die Erhöhung des systolischen Blutdrucks und der Herzfrequenz war unter dem
Nasenspray höher als bei intramuskulärer Injektion (z. B. über Autoinjektor) und hielt
auch längere Zeit an.
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139Arzneiverordnung in der Praxis Band 52 Heft 2 September 2025
Wirksamkeit in den Zulassungsstudien
Die Zulassung des Epinephrin-Nasensprays basiert auf umfangreichen Literaturdaten, die
die langjährige Anwendung des Wirkstoffs bei allergischen Reaktionen beschreiben, in
Kom bination mit pharmakodynamischen Daten als Surrogat für die Wirksamkeit der neu-
en Darreichungsform. Aufgrund ethischer und praktischer Einschränkungen war es nicht
möglich, randomisierte, kontrollierte klinische Studien durchzuführen, um die Wirksam-
keit des Nasensprays zur Behandlung schwerer allergischer Reaktionen und Anaphylaxie
zu evaluieren.
Probanden < 4 und > 55 Jahren wurden in die Studien nicht eingeschlossen sowie auch
solche mit Bluthochdruck, kardiovaskulären Erkrankungen oder jeglichen sonstigen Er-
kran kungen oder schweren Allergien. Die Anwendung an diesen Patienten könnte mit
höherem Risiko für Nebenwirkungen verbunden sein. Ausgeschlossen wurden auch
Pro banden mit nasalen Frakturen und Verletzungen, Polypen, Epistaxis, Septum devi a-
tion u. Ä. Der Einfluss dieser Faktoren auf die Pharmakokinetik des Epinephrin-Nasen-
sprays ist derzeit nicht abschließend zu bewerten. In der Studie an Patienten mit aller-
gischer Rhinitis und nasaler Allergenprovokation (NAC) stiegen der mediane Blutdruck
und die mediane Herzfrequenz unter dem Nasenspray an, aber das mediane Anspre-
chen war nach 5–15 Minuten geringer als bei der Anwendung ohne NAC.
Die Rate an Patienten mit behandlungsbedingten unerwünschten Arzneimittelwir kun-
gen (UAW) war in den Studien unter dem Nasenspray deutlich höher als unter der i.m.-
Injektion und dem Epinephrin-Autoinjektor, bei einmaliger Gabe (22,4 % vs. 6,7 % vs.
3,6 %) und auch nach zweifacher Gabe (14,3 % vs. 0 % vs. 2,4 %). Die nasalen Be-
schwer den wie Rhinorrhö, Nasenödeme, Rhinalgie, Nasenverstopfung traten naturge-
mäß nur unter dem Nasenspray, aber nicht unter der i.m.-Injektion oder dem Autoinjek-
tor auf. Vaskuläre und kardiale UAW wie z. B. erhöhter Blutdruck, erhöhte Herzfrequenz
und Palpitationen wurden unter dem Nasenspray und der i.m.-Injektion, aber nicht unter
dem Autoinjektor berichtet.
Das Nasenspray stellt eine Alternative zur i.m.-Gabe mittels Autoinjektor bei Anaphy-
la xie dar. Grundsätzlich scheint das Nasenspray genauso wirksam zu sein wie die i.m.-
Gabe mittels Autoinjektoren oder direkter Injektion von Epinephrin. Es ist mit etwas
mehr systemischen Nebenwirkungen zu rechnen als unter den Epinephrin-Autoinjek to-
ren. Größte Unsicherheit stellen laut Risikomanagementplan derzeit die potenziellen
Medikationsfehler bei der Selbstapplikation des Nasensprays dar. So darf das Nasen-
spray nicht vorgepumpt werden (keine Test- oder Vorab-Sprühstöße). Daher sowie zur
eventuellen Wiederholungsgabe sollten immer zwei Nasensprays verordnet und mitge-
führt werden. Allerdings entfallen versehentliche, unbeabsichtigte Injektionen bei fal-
scher Handhabung wie bei Autoinjektoren. Des Weiteren ist die Lagerung des Nasen-
sprays unkritischer, während Autoinjektoren bei Erwärmung über 25°C an Wirkung ver-
lieren.
Die Therapiekosten liegen derzeit für das Nasenspray deutlich höher als z. B. für die
Autoinjektoren. Insgesamt wurden in den durchgeführten Studien keine größeren Si-
cher heits bedenken festgestellt und der Risikomanagementplan zeigt keinen wesentli-
chen Unterschied zum Autoinjektor.

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140Arzneiverordnung in der Praxis Band 52 Heft 2 September 2025
Epinephrin wird seit mehr als 60 Jahren zur Behandlung von Anaphylaxie angewendet. In
Europa werden 0,3 mg als i.m.-Injektion bei Patienten mit > 25–30 kg KG empfohlen. Die
verfügbaren Autoinjektoren mit Epinephrin geben 0,15 mg (7,5–25 kg KG) bzw. 0,30 mg
(> 25–30 kg KG) bei der i.m.-Injektion ab. Die Anwendung der Autoinjektoren gilt als
Standard bei Allergikern.
Als pharmakodynamische Parameter wurden die Herzfrequenz (HF) und der systoli-
sche Blutdruck (SBP) ausgewählt, die zuverlässig die agonistische α1- (SBP) und β1-adre-
nerge (HF) Wirkung aufzeigen und somit als Surrogatparameter für die Wirksamkeit gel-
ten. Die Rationale zur Verwendung dieser Parameter ist, dass über die β2-Rezeptoren ver-
mittelte Effekte wie Bronchodilatation, koronare Vasodilatation und die Verringerung der
Freisetzung von Mastzellenmediatoren bei Personen mit schweren allergischen Reaktio-
nen nicht direkt gemessen werden können. Bei niedrigen Epinephrindosen werden bevor-
zugt β2-Rezeptoren aktiviert, sodass der periphere Widerstand gesenkt wird und der dia-
stolische Blutdruck sinkt. Sobald jedoch die Epinephrinkonzentration so weit ansteigt, dass
auch die α1-Rezeptoren stimuliert werden, tritt die Vasokonstriktion in den Vordergrund.
Damit wird die β2-vermittelte Vasodilatation umgekehrt und der Blutdruck steigt an. Bei
einem Blutdruckanstieg kann daher davon ausgegangen werden, dass die Epinephrin kon-
zen tration für die pharmakologisch gewünschte β2-vermittelte Wirkung ausreichend ist.
Neben den klinischen Dosisfindungsstudien der Phase 1 wurden auch fünf weitere
Phase-1-Studien zur Evaluation der Pharmakokinetik/Pharmakodynamik durchgeführt,
die u. a. das Nasenspray mit dem Autoinjektor Epipen (in Deutschland: Fastjekt) und der
i.m.-Injektion von Epinephrin verglichen.
Als pharmakokinetische Parameter wurden die C
max
, die Zeit bis zum Erreichen der C
max
(t
max
) und die Fläche unter der Kurve (AUC) zu unterschiedlichen Zeitpunkten im direkten
Vergleich zum Epinephrin-Autoinjektor und der i.m.-Injektion von Epinephrin betrachtet.
Neben dem Blutdruck und der Herzfrequenz als Surrogate für die pharmakodynamische
Wirkung wurden auch potenzielle Dosierfehler bei der Selbstapplikation und die Effekte
von signifikanten Dosierfehlern auf pharmakokinetische Parameter sowie die Verträglich-
keit und die Sicherheit evaluiert. In einer der Studien wurden Probanden mit allergischer
Rhinitis eingeschlossen, in zwei weiteren Studien Probanden mit Typ-I-Allergien. Unter-
sucht wurde auch die wiederholte Gabe des Epinephrin-Nasensprays in die gleiche oder
in die andere Nasenseite nach zehn Minuten.
Das pharmakokinetische Profil des Nasensprays entsprach weitgehend dem Profil des
Autoinjektors und der i.m.-Injektion, wobei nach einmaliger Gabe des Nasensprays die
t
max
-Werte höher und die C
max
-Werte niedriger als unter dem Autoinjektor Epipen waren.
Die Gesamtexposition, gemessen an der letzten AUC, war im Vergleich zum Epipen und
zur Epinephrin-Injektion höher. Dies spiegelt sich im Anstieg von SBP und HF, der in den
ersten zehn Minuten nach der Verabreichung im Bereich der Epinephrin-Injektionsbehand-
lungen (i.m.-Injektion oder Autoinjektor) lag und bis zu 60 Minuten lang höher blieb als
in den Vergleichsarmen. Nach zwei nasalen Dosen im Abstand von zehn Minuten war die
Gesamtexposition (AUC
last
) am höchsten bei Verabreichung in die gleiche Nasenseite und
deutlich höher als unter dem Autoinjektor und auch höher als bei Verabreichung in beide
Nasenlöcher. Der Anstieg von SBP und HF war denjenigen nach zweimaliger Injektion mit
dem Autoinjektor vergleichbar.

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Nach nasaler Provokation waren C
max 
und AUC
last 
nach einmaliger Verabreichung des
Nasensprays bei Probanden mit induzierter allergischer Rhinitis niedriger als bei Proban-
den unter normalen nasalen Bedingungen, aber vergleichbar mit einer i.m.-Injektion. Der
mittlere Anstieg von SBP und HF war unter dem Nasenspray höher als unter der i.m.-In-
jek tion, unabhängig von der nasalen Situation und davon, ob das Arzneimittel in das glei-
che oder das gegenüberliegende Nasenloch verabreicht wurde.
Tabelle 1: Klinische Studien mit dem Epinephrin-Nasenspray
Studie Design Endpunkte Studienarme eingeschlossene Personen
EPI 10 einmalige Gabe PK/PD 
0,65 mg ENS
1,0 mg ENS
2,0 mg ENS
57 pädiatrische Patienten mit
Typ-I-Allergien
(≥ 4 Jahre + ≥ 30 kg)
EPI 15 einmalige Gabe und mehrfache
Gabe mit Cross-Over
PD/Bioverfügbarkeit von
Epinephrin im Vergleich:
2,0 mg ENS vs.
0,3 mg Epipen vs.
0,3 mg Epinephrin
(i.m.-Injektion
*
)
Teil 1:
einmalige Dosis
Teil 2:
zwei Dosen ENS in die rechte
Naris im Abstand von 10
Minuten
je eine Dosis ENS in die linke
und rechte Naris im Abstand
von 10 Minuten
je eine Dosis Epipen in den lin-
ken und rechten Oberschenkel
(anterolateral) im Abstand von
10 Minuten
59 gesunde Probanden
EPI 16 partiell randomisiert,
mit Cross-Over
PD/Bioverfügbarkeit von
Epinephrin im Vergleich:
2,0 mg ENS vs.
0,3 mg Epipen vs.
0,3 mg Epinephrin
(i.m.-Injektion
*
)
2,0 mg ENS
0,3 mg Epinephrin i.m.
*
0,5 mg Epinephrin i.m.
*
2,0 mg ENS nach nasaler
Allergenprovokation
36 Patienten mit allergischer
Rhinitis
EPI 17 randomisiert, mit Cross-Over PD/Bioverfügbarkeit von
Epinephrin im Vergleich:
2,0 mg ENS
(Selbstverabreichung durch den
Probanden) vs.
0,3 mg Epinephrin als i.m.-
Injektion
* 
(Verabreichung durch
Studienpersonal)
2,0 mg ENS
(Selbstverabreichung) vs.
0,3 mg Epinephrin als i.m.-
Injektion
* 
(Verabreichung durch
Studienpersonal)
42 Patienten mit Typ-I-Allergie
EPI 18 randomisiert, mit Cross-Over PD/PK
Bioverfügbarkeit von Epinephrin
im Vergleich:
zwei Dosen 2,0 mg ENS oder
0,3 mg Epinephrin (i.m.-
Injektion
*
) bei aktiver
allergischer Rhinitis vs.
zwei Dosen ENS unter
normalen nasalen Bedingungen
normale nasale Bedingungen:
zwei Dosen 2,0 mg ENS in die
linke und rechte Naris
zwei Dosen 0,3 mg Epinephrin
als i.m.-Injektion
* 
in den linken
und rechten Oberschenkel
(anterolateral)
aktive allergische Rhinitis:
zwei Dosen 0,3 mg Epinephrin
als i.m.-Injektion
* 
in den linken
und rechten Oberschenkel
(anterolateral)
zwei Dosen 2,0 mg ENS in die
linke und rechte Naris
zwei Dosen 2,0 mg ENS in die
rechte Naris
43 Patienten mit Typ-I-Allergie
* 
die i.m.-Injektion erfolgte unter Verwendung einer Spritze mit Nadel;
ENS: Epinephrin-Nasenspray; PD: Pharmakodynamik; PK: Pharmakokinetik.

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142Arzneiverordnung in der Praxis Band 52 Heft 2 September 2025
In der EPI-10-Studie wurde gezeigt, dass das Nasenspray auch bei pädiatrischen Allergi-
kern mit ≥ 30 kg KG zu einer Epinephrinabsorption führt, die mit der bei Erwachsenen be-
obachteten Absorption vergleichbar ist. Dies galt auch für den Anstieg von SBP und HF.
Diese pharmakokinetischen und pharmakodynamischen Studien belegen, dass Epinephrin
bei Applikation als Nasenspray gut resorbiert wird und pharmakologische Wirkungen zeigt,
die der Verabreichung i.m. oder per Autoinjektor vergleichbar sind.
Ausgewählte Nebenwirkungen
Sehr häufige (≥ 1/10) Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Nasenbeschwerden und
Halsschmerzen. Häufig (≥ 1/100, < 1/10) treten auf: Angst, Tremor, Palpitationen, Rhi-
norrhö, Nasenödeme, Rhinalgie, Nasenverstopfung, erhöhter Blutdruck und erhöhte Herz-
frequenz. Schwerwiegende Nebenwirkungen können sein Angina pectoris, Herzarrhyth-
mien, Stress-Kardiomyopathie, Tachyarrhythmie, Tachykardie, ventrikuläre Ektopie, Hy-
per tonie und Parästhesien.
Ausgewählte Warnhinweise/Kontraindikationen/Interaktionen
Nach Anwendung des Nasensprays sollte der Patient unverzüglich medizinische Not-
r
fallhilfe in Anspruch nehmen.
Bei Aktivierung des Nasensprays wird die gesamte Dosis abgegeben. Das Nasenspray
r
darf nicht vorgepumpt (keine Test- oder Vorab-Sprühstöße) und nicht in die Augen
oder den Mund gesprüht werden.
Ärzte, die dieses Arzneimittel verschreiben, sollten geeignete Maßnahmen ergreifen,
r
um sicherzustellen, dass der Patient die Indikation und Anwendung des Nasensprays
vollumfänglich versteht.
Es wird dringend empfohlen, auch die unmittelbaren Angehörigen (z. B. Eltern, Betreu-
r
ungspersonen, Lehrer) des Patienten über die korrekte Anwendung dieses Arzneimit-
tels aufzuklären.
Es ist Vorsicht geboten bei Patienten mit einer Herzerkrankung, hohem Augeninnen-
r
druck, schwerer Nierenfunktionsstörung, Prostataadenom, Hyperkalzämie, Hypokaliä-
mie, Hyperthyreose, kardiovaskulärer Erkrankung, Hypertonie oder Diabetes, älteren
Personen und Schwangeren sowie bei gleichzeitiger Gabe von Antiarrhythmika und
Herzglykosiden.
Das Nasenspray enthält Benzalkoniumchlorid, das Reizungen oder Schwellungen in
r
der Nase verursachen kann.
Die Wirkung von Epinephrin kann durch trizyklische Antidepressiva, Monoaminoxidase-
r
hemmer, COMT-Hemmer, Schilddrüsenhormone, Theophyllin, Parasympatholytika,
bestimmte Antihistaminika (Diphenhydramin, Chlorpheniramin), Levodopa und Alko-
hol verstärkt werden
Schulungsmaterial
Für einzelne Arzneimittel wird bereits bei der Zulassung angeordnet, dass das Arzneimit-
tel nur unter Verwendung von Schulungsmaterialien in Verkehr gebracht werden darf. Das
Schulungsmaterial dient dazu, die Wissensvermittlung zu optimieren und Hilfe bei der si-
che ren Anwendung des Arzneimittels zu geben, ggf. unter Einbeziehung einer patienten-

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143Arzneiverordnung in der Praxis Band 52 Heft 2 September 2025
bezogenen Ansprache. Das behördlich beauflagte und genehmigte Schulungsmaterial zu
Eurneffy ist hier verfügbar (Begleitschreiben, Patientenkarte, Gebrauchsanweisung, Video
für den Arzt).
Dosierung und Kosten
Darreichungsform Dosis 
1 
Kosten 
2
2 mg
Nasenspray,
Lösung in Einzeldosisbehältnis
1 x 2 mg bzw. 2 x 2 mg 
3
nasal 
147,21–294,42 €
Stand Lauer-Taxe: 15.07.2025.
1
Dosierung gemäß Produktinformation; 
2
Kostenberechnung nach Apothekenverkaufspreis anhand des kostengünstigsten Präparates einschließlich Import
(hier nur ein Präparat); 
3
einmalige Gabe zur Notfallbehandlung für Personen ab 30 kg (Höchstdosis 4 mg [zwei Einzeldosen]: Anweisungen hierzu siehe
Produktinformation).
Quelle
Europäischer Öffentlicher Beurteilungsbericht (EPAR) Eurneffy, erschienen am 5. September 2024. Die vorliegende Information
erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Für die Richtigkeit der angegebenen Dosierungen kann keine Gewähr übernommen
werden.
Weiterführende Informationen
Das Epinephrin-Nasenspray Eurneffy wurde bislang noch nicht in die Bewertung des Zusatz-
nutzens nach § 35a SGB V vom G-BA aufgenommen.
Dieser Artikel wurde am 21. Juni 2025 vorab online veröffentlicht.